Neu und (noch) nicht auf CD zu hören

  1. Von Sansibar nach Santa Fé
  2. Unter schwarzer Flagge
  3. The bonnie ship the Diamond
  4. Seefahrer
  5. Ans Meer
  6. Christliche Seefahrt
  7. Sibirische Liebe


Von Sansibar nach Santa Fé
Stefan Hiss

Hier unterm Baum sitz ich seit Jahren
wenn der Mond die Nacht erhellt
und ich denk an die Gefahren
meiner Reisen um die Welt

An die Brände, an die Beben
an die Stürme auf der See
jeder Tag ein Kampf ums Leben
von Sansibar nach Santa Fé

Ich traf Pilger, ich traf Diebe
und wie ich die Sache seh
gibt’s zu viel Hass, zu wenig Liebe
von Sansibar nach Santa Fé

Hab manch schweren Sieg errungen
die Niederlagen kenn ich eh
ich hab gezockt, ich hab gesungen
von Sansibar nach Santa Fé

Das Fernweh, Liebste, regt sich leise
es ist traurig, aber wahr
ich geh schon morgen auf die Reise
von Santa Fé nach Sansibar

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Unter schwarzer Flagge
Stefan Hiss

Wir waren bereit für euch zu leiden
wir ham geschuftet Tag und Nacht
wir waren fleißig und bescheiden
und was hat es uns gebracht?

All die Tage, all die Stunden
harter Arbeit ohne Sinn
die Körper müde und geschunden
uns bleibt die Not, euch der Gewinn

Ref.:
Lasst uns die alten Lieder singen
lasst die schwarze Flagge wehen
wenn wir die Säbel schwingen
dann werdet ihr verstehen

Ihr habt die Minen und Plantagen
und die Schiffe auf dem Meer
füllt eure Portemonnaies und Taschen
und unsre Bäuche bleiben leer

Ihr baut euch Villen und Paläste
ihr habt die Börse und die Bank
ihr spendet vom Bankett die Reste
und ihr fordert unsern Dank

Ref.

Hört ihr die Schreie und Gesänge
seht ihr, dass wir die Fäuste ballen
gleich werdet ihr am Hauptmast hängen
und dann seid ihr es, die bezahlen

Ref.

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The bonnie ship the Diamond
trad.

Ref.:
For it‘s cheer up my lads
let your hearts never fail
for the bonnie ship the Diamond
goes a-hunting for the whale

The Diamond is a ship, my lads
for Greenland we are bound
and the quay it is all garnished
with bonnie lassies round

The captain gives the order
to sail the ocean wide
where the sun it never sets, my lads
nor darkness dims the sky

Ref.

Along the quay at Peterhead
the lassies gather around
wi‘ their shawls all pulled around them
and the salt tears runnin‘ down

Don‘t you weep, my bonnie lass
though you’ll be left behind
for the rose will grow on Greenland‘s ice
before we change our mind

Ref.

Here‘s a health to the Resolution
likewise the Eliza Swan
three cheers for the Battler of Montrose
and the Diamond, ship of fame

We wear the trousers o‘ the white
the jackets o‘ the blue
when we get back to Peterhead
they‘ll find that we‘ve been true

Ref.

It will be bright both day and night
when the Greenland lads come hame
with the ship full up with oil, my lads
and money to our name

We‘ll make the cradles for to rock
and the blankets for to tear
and every lass in Peterhead
sing "Hushabye, my dear"

Ref.
Ref.
Ref.
Ref.

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Seefahrer
Michael Roth

Die Segel gehisst und die Liebste geküsst
wir fahren hinaus auf die See
Proviant ist an Bord, wir wollen jetzt fort
der Abschied tut allen weh
Doch bleibt es dabei, wir sind endlich frei
und weil wir im Kreise uns drehn
ist es jetzt an der Zeit und wir sind bereit
auf die lange Reise zu gehn

Ref.:
Lasst uns leben
wir trotzen den Wellen dem Wind
lasst uns leben
bevor unsre Zeit verrinnt
ziehn auch Stürme auf geben wir nicht auf
weil wir Seefahrer sind

Die Tage sie ziehn wie die Wolken dahin
langsam verlässt uns der Mut
das gelbe Gestirn verbrennt Haut und Hirn
wir rösten in höllischer Glut
doch lasst das Geschrei, ist die Flaute vorbei
kommt wieder Land in Sicht
raus aus dem Verlies und ins Paradies
das uns der Prophet verspricht

Ref.

Das Boot ist leck und der Steuermann weg
um uns Stille und Meer
der Mond scheint rot und verlacht unsre Not
der Glaube hilft uns nicht mehr
wir kannten das Ziel, doch wir hatten zu viel
Hoffnung auf Freiheit und Brot
und so gehn wir unter und geschieht kein Wunder
finden wir den nassen Tod

Ref:
Lasst uns sterben
am Ende ist jeder allein
lasst uns sterben
schlaft ihr nur ruhig ein
doch wenn der Alptraum beginnt und das Blut gerinnt
werdet ihr auch Seefahrer sein

Ref.

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Ans Meer
Michael Roth

Ich wäre gern am Meer,
am Meer, wo alles brodelt und zischt.
Ich wäre gern am Meer,
kopfüber in die Gischt.
Ich wäre gern am Strand,
am Strand, wo alles heiß und trocken ist.
Ich wäre gern am Strand,
wo man mich nicht vermisst.
Ich wäre gern an der Bar,
an der Bar, an der keiner aufrecht steht.
Ich wäre gern an der Bar,
wo die Zeit nicht vergeht.

Ref.:
Zieht es mich hinaus,
verlass ich mein Zuhaus.
Und wenn das Meer mich überspült
atme ich noch ein Mal tief ein
und dann aus.

Ich wäre gern in Deinem Bett,
in Deinem Bett aus Tränen, Schweiß und Blut.
Ich wäre gern in Deinem Bett,
das täte mir so gut.
Doch drängts mich weiter ans Meer,
ans Meer, wo alles brodelt und zischt.
Es drängt mich weiter ans Meer,
wo alle Glut erlischt.

Ref.

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Christliche Seefahrt
Stefan Hiss

Ein Seeman trinkt Rum und er liebt das Meer
und hat in jedem Hafen ne Braut.
Die See lieb ich noch und den Rum immer mehr
nur mit den Bräuten hab ich mirs versaut.

Annie in Boston hat Tiere gemocht,
sie bat mich, kein Fleisch mehr zu essen.
Sie gab sich mir hin und ich ihr mein Wort,
beim Schnitzel hab ich sie vergessen.

Ref.:
Das Leben ist hart und die Liebe vergeht
doch die christliche Seefahrt besteht.

Lu in Shanghai konnt furchtbar schnell rennen
und die schwersten Gewichte heben
und Steine zermalmen mit bloßen Händen
ich floh aus Angst um mein Leben.

Laura in Lima sprach lange Gebete
erst dann haben wir uns vereinigt.
Ich bin auf und davon, eh der Hahn dreimal krähte
und ich fühlte mich wie gesteinigt.

Ref. ...

Bei Lisa in Hamburg, bei Jeanne in Marseille,
bei Olga, Maria, Elaine
blieb ich eine Nacht und sagte Ahoi,
ich hab keine je wiedergesehn.

Die Liebe im Hafen ist traurig und kurz
und für mich ist es damit vorbei,
ich pfeiff auf den Landgang und bleibe an Bord
und wink nur hinüber zum Kai.

Ref. ...

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Sibirische Liebe
Hans-Eckardt Wenzel

Die Taiga lag tief im Eismeer versunken
und alle Russen warn furchtbar betrunken
da nahm ein kleiner Sergeant
mich ziemlich fest bei der Hand
und was dann geschah, weiß ich nicht mehr.

Früh spielte er mit versteinerter Miene
auf einer russischen Bassmandoline
da verging mir der Spaß
und ich weinte mich nass
und was dann geschah, weiß ich nicht mehr.

Ref.:
Ach, als es damals so schneite
in der sibirischen Weite
aßen wir Brot und Speck
und suchten uns ein Versteck
denn in der Taiga gibt's wenig Weiber
und das macht die Taiganer vernarrt
und für uns Weiber ist alles so hart.

In diesen tiefen sibirischen Wäldern
da fehlt's den Leuten meistens an Geldern
und sie werfen Dich bloß
einfach hin in das Moos
und was dann geschieht, weiß keiner mehr.

Und dann wollt der Sergeant mich noch füttern
und er sang was von russischen Müttern
und dann spürte ich tief,
wie die Mutter ihn rief
und was dann geschah, weiß ich nicht mehr.

Ref.

Meine Unschuld ist mir durch das Lieben
in Sibirien liegen geblieben
dann verlor ich im Sumpf
meinen einzigen Strumpf
und was jetzt geschieht, weiß ich nicht mehr.

Ref.

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