Neu und (noch) nicht auf CD zu hören

  1. Rum
  2. Ans Meer
  3. Unter schwarzer Flagge
  4. Von Sansibar nach Santa Fé
  5. Seefahrer
  6. The bonnie ship the Diamond
  7. Christliche Seefahrt
  8. Sibirische Liebe
  9. Ab und zu
  10. Si no me quieres no me engañes
  11. Die Gitarre und das Meer
  12. Freunde der Nacht


Rum
Stefan Hiss

Um die Meere zu bereisen,
dich als Seemann zu beweisen,
bedarf es Schneid und Heldentum.
Du brauchst Kompass und Atlanten,
Chronometer und Sextanten,
doch vor allem brauchst du Rum.

Rum ist nicht verderblich
macht das Zuckerrohr unsterblich
und schenkt bei Heimweh neuen Mut.
Schützt nach Amputationen
vor schweren Infektionen
hilft gegen Lepra und Skorbut

Ref.:
Ich lieb die Wolken und die Sterne
und das weite Meer ringsum
und Rum, Rum, Rum

Auch nach Wochen auf den Meeren
wird kein Seemann sich beschweren
und keine Arbeit ist zu hart.
Selbst wenn die Stürme tosen
lächeln die Matrosen
hat der Käpt'n Rum am Start.

Er hilft im Kampfe mit Korsaren
stets die Ruhe zu bewahren
schmeckt zu Zwieback und zu Fisch.
Er hilft, den Geist zu schärfen,
stärkt den Kreislauf und die Nerven
und auf Wache bleibst du frisch.

Ref.

Rum war immer mein Begleiter
und so geht die Reise weiter
nach Hong Kong und um Kap Horn.
Ob Kurilen, ob Kanaren,
setzt die Segel, lasst uns fahren,
die Becher voll, den Blick nach vorn.

Ref.

Tsunamis und Orkane hauen
keinen Seemann
hat er Rum, Rum, Rum

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Ans Meer
Michael Roth

Ich wäre gern am Meer,
am Meer, wo alles brodelt und zischt.
Ich wäre gern am Meer,
kopfüber in die Gischt.
Ich wäre gern am Strand,
am Strand, wo alles heiß und trocken ist.
Ich wäre gern am Strand,
wo man mich nicht vermisst.
Ich wäre gern an der Bar,
an der Bar, an der keiner aufrecht steht.
Ich wäre gern an der Bar,
wo die Zeit nicht vergeht.

Ref.:
Zieht es mich hinaus,
verlass ich mein Zuhaus.
Und wenn das Meer mich überspült
atme ich noch ein Mal tief ein
und dann aus.

Ich wäre gern in Deinem Bett,
in Deinem Bett aus Tränen, Schweiß und Blut.
Ich wäre gern in Deinem Bett,
das täte mir so gut.
Doch drängts mich weiter ans Meer,
ans Meer, wo alles brodelt und zischt.
Es drängt mich weiter ans Meer,
wo alle Glut erlischt.

Ref.

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Unter schwarzer Flagge
Stefan Hiss

Wir waren bereit für euch zu leiden
wir ham geschuftet Tag und Nacht
wir waren fleißig und bescheiden
und was hat es uns gebracht?

All die Tage, all die Stunden
harter Arbeit ohne Sinn
die Körper müde und geschunden
uns bleibt die Not, euch der Gewinn

Ref.:
Lasst uns die alten Lieder singen
lasst die schwarze Flagge wehen
wenn wir die Säbel schwingen
dann werdet ihr verstehen

Ihr habt die Minen und Plantagen
und die Schiffe auf dem Meer
füllt eure Portemonnaies und Taschen
und unsre Bäuche bleiben leer

Ihr baut euch Villen und Paläste
ihr habt die Börse und die Bank
ihr spendet vom Bankett die Reste
und ihr fordert unsern Dank

Ref.

Hört ihr die Schreie und Gesänge
seht ihr, dass wir die Fäuste ballen
gleich werdet ihr am Hauptmast hängen
und dann seid ihr es, die bezahlen

Ref.

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Von Sansibar nach Santa Fé
Stefan Hiss

Hier unterm Baum sitz ich seit Jahren
wenn der Mond die Nacht erhellt
und ich denk an die Gefahren
meiner Reisen um die Welt

An die Brände, an die Beben
an die Stürme auf der See
jeder Tag ein Kampf ums Leben
von Sansibar nach Santa Fé

Ich traf Pilger, ich traf Diebe
und wie ich die Sache seh
gibt’s zu viel Hass, zu wenig Liebe
von Sansibar nach Santa Fé

Hab manch schweren Sieg errungen
die Niederlagen kenn ich eh
ich hab gezockt, ich hab gesungen
von Sansibar nach Santa Fé

Das Fernweh, Liebste, regt sich leise
es ist traurig, aber wahr
ich geh schon morgen auf die Reise
von Santa Fé nach Sansibar

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Seefahrer
Michael Roth

Die Segel gehisst und die Liebste geküsst
wir fahren hinaus auf die See
Proviant ist an Bord, wir wollen jetzt fort
der Abschied tut allen weh
Doch bleibt es dabei, wir sind endlich frei
und weil wir im Kreise uns drehn
ist es jetzt an der Zeit und wir sind bereit
auf die lange Reise zu gehn

Ref.:
Lasst uns leben
wir trotzen den Wellen dem Wind
lasst uns leben
bevor unsre Zeit verrinnt
ziehn auch Stürme auf geben wir nicht auf
weil wir Seefahrer sind

Die Tage sie ziehn wie die Wolken dahin
langsam verlässt uns der Mut
das gelbe Gestirn verbrennt Haut und Hirn
wir rösten in höllischer Glut
doch lasst das Geschrei, ist die Flaute vorbei
kommt wieder Land in Sicht
raus aus dem Verlies und ins Paradies
das uns der Prophet verspricht

Ref.

Das Boot ist leck und der Steuermann weg
um uns Stille und Meer
der Mond scheint rot und verlacht unsre Not
der Glaube hilft uns nicht mehr
wir kannten das Ziel, doch wir hatten zu viel
Hoffnung auf Freiheit und Brot
und so gehn wir unter und geschieht kein Wunder
finden wir den nassen Tod

Ref:
Lasst uns sterben
am Ende ist jeder allein
lasst uns sterben
schlaft ihr nur ruhig ein
doch wenn der Alptraum beginnt und das Blut gerinnt
werdet ihr auch Seefahrer sein

Ref.

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The bonnie ship the Diamond
trad.

Ref.:
For it‘s cheer up my lads
let your hearts never fail
for the bonnie ship the Diamond
goes a-hunting for the whale

The Diamond is a ship, my lads
for Greenland we are bound
and the quay it is all garnished
with bonnie lassies round

The captain gives the order
to sail the ocean wide
where the sun it never sets, my lads
nor darkness dims the sky

Ref.

Along the quay at Peterhead
the lassies gather around
wi‘ their shawls all pulled around them
and the salt tears runnin‘ down

Don‘t you weep, my bonnie lass
though you’ll be left behind
for the rose will grow on Greenland‘s ice
before we change our mind

Ref.

Here‘s a health to the Resolution
likewise the Eliza Swan
three cheers for the Battler of Montrose
and the Diamond, ship of fame

We wear the trousers o‘ the white
the jackets o‘ the blue
when we get back to Peterhead
they‘ll find that we‘ve been true

Ref.

It will be bright both day and night
when the Greenland lads come hame
with the ship full up with oil, my lads
and money to our name

We‘ll make the cradles for to rock
and the blankets for to tear
and every lass in Peterhead
sing "Hushabye, my dear"

Ref.
Ref.
Ref.
Ref.

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Christliche Seefahrt
Stefan Hiss

Ein Seeman trinkt Rum und er liebt das Meer
und hat in jedem Hafen ne Braut.
Die See lieb ich noch und den Rum immer mehr
nur mit den Bräuten hab ich mirs versaut.

Annie in Boston hat Tiere gemocht,
sie bat mich, kein Fleisch mehr zu essen.
Sie gab sich mir hin und ich ihr mein Wort,
beim Schnitzel hab ich sie vergessen.

Ref.:
Das Leben ist hart und die Liebe vergeht
doch die christliche Seefahrt besteht.

Lu in Shanghai konnt furchtbar schnell rennen
und die schwersten Gewichte heben
und Steine zermalmen mit bloßen Händen
ich floh aus Angst um mein Leben.

Laura in Lima sprach lange Gebete
erst dann haben wir uns vereinigt.
Ich bin auf und davon, eh der Hahn dreimal krähte
und ich fühlte mich wie gesteinigt.

Ref. ...

Bei Lisa in Hamburg, bei Jeanne in Marseille,
bei Olga, Maria, Elaine
blieb ich eine Nacht und sagte Ahoi,
ich hab keine je wiedergesehn.

Die Liebe im Hafen ist traurig und kurz
und für mich ist es damit vorbei,
ich pfeiff auf den Landgang und bleibe an Bord
und wink nur hinüber zum Kai.

Ref. ...

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Sibirische Liebe
Hans-Eckardt Wenzel

Die Taiga lag tief im Eismeer versunken
und alle Russen warn furchtbar betrunken
da nahm ein kleiner Sergeant
mich ziemlich fest bei der Hand
und was dann geschah, weiß ich nicht mehr.

Früh spielte er mit versteinerter Miene
auf einer russischen Bassmandoline
da verging mir der Spaß
und ich weinte mich nass
und was dann geschah, weiß ich nicht mehr.

Ref.:
Ach, als es damals so schneite
in der sibirischen Weite
aßen wir Brot und Speck
und suchten uns ein Versteck
denn in der Taiga gibt's wenig Weiber
und das macht die Taiganer vernarrt
und für uns Weiber ist alles so hart.

In diesen tiefen sibirischen Wäldern
da fehlt's den Leuten meistens an Geldern
und sie werfen Dich bloß
einfach hin in das Moos
und was dann geschieht, weiß keiner mehr.

Und dann wollt der Sergeant mich noch füttern
und er sang was von russischen Müttern
und dann spürte ich tief,
wie die Mutter ihn rief
und was dann geschah, weiß ich nicht mehr.

Ref.

Meine Unschuld ist mir durch das Lieben
in Sibirien liegen geblieben
dann verlor ich im Sumpf
meinen einzigen Strumpf
und was jetzt geschieht, weiß ich nicht mehr.

Ref.

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Ab und zu
Michael Roth

Vergangen ist die Zeit, als die Sommer endlos waren,
vergangen ist die Zeit, als das Leben vor uns lag.
Jetzt bleibt sie nicht mehr stehn, nach all den vielen Jahren
rückt sie uns auf den Leib, Tag für Tag.

Ref.:
Ab und zu vergess ich deine Liebe,
ab und zu trinke ich zu viel,
ab und zu vermiss ich meine Triebe
und ich singe ohne Gefühl

Vergoren ist der Wein, drum lass uns einen heben,
wir sind doch nicht allein und weiter schlägt das Herz.
Ich grab ums Haus herum und pflanze neue Reben
und wenn die Freunde gehn, erdulde ich den Schmerz

Ref.

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Si no me quieres no me engañes
Dorindo Cardenás

Guehee heey
Si no me quieres no me engañes
Guehee heey
Si no me quieres no me engañes

Acepto que no me quieras
Pero no me hagas desaires
Porque yo te he dicho negra
Que a mi no me engaña nadie

Si no me quieres, no me engañes
Si no me quieres, ay no me engañes
No seas descarada
Que yo a ti te quiero
Si tu no me quieres
No seas descarada
No juegues conmigo
Yo siempre te quise
Yo por ti deliro
Por que me mentiste
Y siempre a mi lado
Tenias de todo
Me sacas el cuerpo
Cosa que no entiendo
Ahora vete lejos
Si vete bien lejos
Se acaba el problema
Yo puedo quererte
Pero ya no aguanto
Lo que hable la gente

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Die Gitarre und das Meer
Lotar Olias, Aldo von Pinelli

Jimmy Brown, das war ein Seemann
und das Herz war ihm so schwer,
doch es blieben ihm zwei Freunde,
die Gitarre und das Meer
Jimmy wollt ein Mädchen lieben
doch ein andrer kam daher.
Und als Trost sind ihm geblieben
die Gitarre und das Meer.

Ref.:
Juanita hieß das Mädchen
aus der großen fernen Welt
und so nennt er die Gitarre
die er in den Armen hält

Ob am Quay von Casablanca
ob am Cap von Salvador
singt er leis von Juanita
deren Liebe er verlor

Ref.

Jimmy wollt kein andres Mädchen
doch sein Leben war nie leer
denn es blieben ihm zwei Freunde
die Gitarre und das Meer.

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Freunde der Nacht
Michael Roth

Kommt ihr Freunde lasst und trinken,
wascht euch gründlich, kämmt das Haar,
zu den Dirnen, zum Geraufe
in der alten Hafenbar.
Liebt die Mädchen, liebt die Schläge,
schnell vergeht im Rausch der Schmerz
heute werden wir noch sinken
morgen geht es himmelwärts

Kommt ihr Freunde lasst uns beten,
denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
Hat der Herrgott uns vergessen
weil die Sünde uns zersetzt?
Fallt vom Glauben ab, vom Stuhle
auf den Brettern liegt das Glück.
Gebt uns Zeit um aufzustehen
diese Nacht kommt nie zurück

Und die Freunde der Nacht
sind auf See erwacht
doch das Glück half keinem zurück

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