Stefan Hiss
Als Popstar lebst Du für den Applaus
und für Kritikerlob.
Du hast Groupies und Fans auf der ganzen Welt
wie in keinem anderen Job.
Lisa hielt das zwei Jahre aus.
Ich war wohl zuviel auf Tournee.
Jetzt hat sie Kinder, ein Haus und nen passenden Mann,
der macht irgendwas bei VW.
Sie fragt: "Spielst Du noch immer Akkordeon?
Schlägst Dir jede Nacht um die Ohr'n?
Und fährst mit ner Band, die kaum einer kennt,
um die Welt für'n paar Cent?"
Mein Vater sagt: "Wärst du doch Lehrer geworden,
oder Angestellter beim Land!
Du hättest ein dreizehntes Monatsgehalt
und wärst schon im Vorruhestand."
"Doch Du spielst Du noch immer Akkordeon!
Schlägst Dir jede Nacht um die Ohr'n!
Und fährst mit ner Band, die keine Sau kennt,
um die Welt für'n paar Cent!"
Charlie hat uns damals zur Firma gebracht.
Er sagt, dass mit Musik nichts mehr geht.
Er lebt von der Arbeit als Lifestyle-Coach
und von seinem Aktienpaket.
Und ich spiel noch immer Akkordeon.
Schlag mir jede Nacht um die Ohr'n.
Und fahr mit ner Band, die keine Sau kennt,
um die Welt für'n paar Cent.
Ich spiel noch immer Akkordeon.
Schlag mir jede Nacht um die Ohr'n.
Und fahr mit ner Band, die keine Sau kennt,
um die Welt für'n paar Cent.
Stefan Hiss, Thomas C. Breuer
Südsee oder Seychellen,
Immer zu Palmen und Strand.
Immer das Rauschen der Wellen.
Cocktails im heißen Sand.
Immer Langusten und Hummer
am immer gleichen Buffet.
Die Band spielt immer dieselbe Nummer.
Immer besoffen ins Bett.
5000 Meilen von Zuhaus'
und Du an meiner Seite.
Ich such nur das Weite.
Immer die gleiche Folklore.
Dieselben Spiele im lauwarmen Pool.
Immer das Dröhnen der Ventilatoren.
Immer weicherer Stuhl.
Immer verschwitzte Hemden.
Versagendes Deodorant.
Immer die Angst vor dem Fremden,
vor Diebstahl und Sonnenbrand.
5000 Meilen von Zuhaus'
und Du an meiner Seite.
Ich such nur das Weite.
Immer die südlichen Sterne.
Immer ein stabiles Hoch.
Schüsse bei Nacht in der Ferne
aus Waffen von Heckler & Koch.
5000 Meilen von Zuhaus'
und Du an meiner Seite.
Ich such nur das Weite.
Ich such nur das Weite.
Stefan Hiss
Was für ein Sommer und das schon seit April,
viel zu wenig Regen und Sonne viel zu viel.
In Russland brennt die Taiga, in Australien brennt der Busch.
Ich hab heut schon dreimal kalt geduscht.
Ref:
35 Grad in Stockholm, 46 in Athen,
viel zu heiß, um rauszugehn.
40 Grad in Peking und 50 in La Paz,
viel zu heiß für irgendwas.
Was für ein Sommer, das Bier wird nie kalt,
Algen im See und Rauchverbot im Wald.
Der Rasen ist verdorrt und das Meer ist viel zu warm,
überall Sirenen und jede Nacht Alarm.
Ref...
Was für ein Sommer, jeder Schritt fällt schwer
Schienen sind verbogen, auf der Straße schmilzt der Teer.
Niemand hätt gedacht, dass es so weit kommen kann
und am Abend greifen Tigermücken an.
Ref...
Stefan Hiss
Ich hab die Stadt längst vergessen die ich verließ
und die Gemeinde, die mich verstieß.
Das Gesicht meiner Mutter, die mir niemals verzieh,
aber Dich, aber Dich vergess ich nie!
Ich fand Silber und Gold und ich weiß nicht mehr wo.
Hab gekämpft, hab gehungert und weiß nicht mehr wieso.
Hab ein Vermögen verlor'n und ich weiß nicht mehr wie,
aber Dich, aber Dich vergess ich nie!
Da ist nichts, dass mir Linderung bringt,
mir die Erinnerung nimmt.
Nicht die Zeit, nicht der Whiskey
und keine Therapie.
Dich, oh Dich vergess ich nie!
Ich hab längst vergessen wem ich Treue versprach,
Welche Gelübde und Schwüre ich brach.
Welche Verse ich sang und zu welcher Melodie
aber Dich, aber Dich vergess ich nie!
Da ist nichts, dass mir Linderung bringt,
mir die Erinnerung nimmt.
Nicht die Zeit, nicht der Whiskey
und keine Therapie.
Dich, oh Dich vergess ich nie!
Nicht die Zeit, nicht der Whiskey
und keine Therapie.
Oh Dich, oh Dich vergess ich nie!
Stefan Hiss
Ein Mann ist so gut wie sein Colt
Ein Mann ist so gut wie sein Colt
Halt ihn sauber und bereit
Zum Denken bleibt oft keine Zeit
Denn ein Mann ist nur so gut wie sein Colt
Ein Mann ist so gut wie sein Pferd
Ein Mann ist so gut wie sein Pferd
Reit im Galopp oder Trab
Und wenn es tot ist, steig ab
Denn ein Mann ist nur so gut wie sein Pferd
Ref.:
Ich erzähl Dir, mein Freund, wie's hier draußen läuft
Und was im Westen wichtig ist
Dass man Pferdediebe hängt
Und den Hut abnimmt zum Gebet
Und Fremden nicht in den Rücken schießt
Ein Mann ist so gut wie seine Boots
Ein Mann ist so gut wie seine Boots
Durch den Staub, durch den Fluss
Zieh sie nicht aus, wenn's nicht sein muss
Denn ein Mann ist nur so gut wie seine Boots
Ref.:
Ich erzähl Dir, mein Freund, wie's hier draußen läuft
Und was im Westen wichtig ist
Dass man Pferdediebe hängt
Und den Hut abnimmt zum Gebet
Und Fremden nicht in den Rücken schießt
Ein Mann ist so gut wie sein Wort
Ein Mann ist so gut wie sein Wort
Er hält stets, was er verspricht
Oder eben nicht
Denn ein Mann ist nur so gut wie sein Wort
Ein Mann ist so gut wie sein Wort
Ein Mann ist nur so gut wie sein Wort
Stefan Hiss
Der erste Drink schmeckt am besten
Doch nach dem Elften ist noch immer nicht Schicht
Ob zu Hause, bei der Arbeit oder Festen
Gesund ist das nicht
Vor Sieben schon die erste Zigarette
Und gleich noch eine ehe der Tag anbricht
Und bis zum Abend rauch ich Kette
Gesund ist das nicht
Und immer die fettigen Speisen
Zu viel Salz an jedem Gericht
Zu wenig Vitamine und Eisen
Gesund ist das nicht
Fremde Bühnen in fremden Städten
Lärm und Rauch und grelles Licht
Und dann immer ohne Schlaf in fremden Betten
Gesund ist das nicht
Opium und Amphetamine
THC, LSD, Hauptsache dicht
Und koksen ist ja sowieso Routine
Gesund ist das nicht
Besser wär ein Leben in Askese
In Genügsamkeit, Stille und Verzicht
Ohne Rausch, ohne Orgien und Exzesse
Doch Spaß macht das nicht
Ohne Rausch, ohne Orgien und Exzesse
Doch Spaß macht das nicht
Michael Roth
Ho ho ho, schenk mir Deine Zeit.
Ho ho ho, wir habens nicht mehr weit.
Ho ho ho, schenk mir Deine Zeit.
Ho ho ho, wir habens nicht mehr weit.
Lass uns nochmal lieben,
so als wärs das letzte Mal.
Hat die Zeit uns aufgerieben,
bleibt das was ich Dir stahl.
Dein Herz schlägt laut und leise.
Das ist mein größtes Glück.
Auf dieser langen Reise
gibt es keinen Weg zurück.
Keinen Weg zurück.
Lass uns noch mal träumen
in ein fernes, schönes Land.
über Wiesen, unter Bäumen
bist Du mir nachgerannt.
Du hast mich eingefangen.
Ich war nicht schnell genug für Dich.
Mit Deinen hohen roten Wangen
verführtest Du mich.
Verführtest Du mich.
Ho ho ho, schenk mir Deine Zeit.
Ho ho ho, wir habens nicht mehr weit.
Ho ho ho, schenk mir Deine Zeit.
Ho ho ho, wir habens nicht mehr weit.
Lass uns nochmal trinken
auf das die Welt nicht untergeht.
Und wenn wir langsam sinken
ist's die Liebe die besteht.
Bleib dicht an meiner Seite,
wenn ich taumel und verzag'.
Bis ich Dir dann entgleite
am allerletzten Tag.
Am allerletzten Tag.
José Barros
En la playa blanca de arena caliente
hay rumor de cumbia y olor de aguardiente.
En la playa blanca de arena caliente
hay rumor de cumbia y olor de aguardiente.
En toda la ranchería se ven bonitos altares,
entre millos y tambores interpretan sus cantares.
El pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra,
el pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra.
La gaita se queja, suenan los tambores
en la Nochebuena de los pescadores.
La gaita se queja, suenan los tambores
en la Nochebuena de los pescadores.
La noche en su traje negro estrellas tiene a millares
y con rayitos de luna ilumina los altares.
El pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra,
el pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra.
Bailan las canoas forman una fila,
mientras canta el boga su canción sencilla.
Bailan las canoas forman una fila,
mientras canta el boga su canción sencilla.
En toda la ranchería se ven bonitos altares,
entre millos y tambores interpretan los cantares.
El pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra,
el pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra,
el pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra,
el pescador de mi tierra, el pescador de mi tierra.
Michael Roth
Ich bin lieber in der Wüste
als in Deiner kalten Welt.
Ich hab mich für Dich ausgezogen,
verraten und verstellt.
Ich schlaf lieber bei den Hunden
als in Deinem feuchten Bett,
all die ärmliche Versuchung,
hast nichts was ich gerne hätt.
Ref.:
Doch mit dem Glück, das Du verbreitest
und den Schmerzen hinterher,
weiß ich, dass Du mich verleitest
und dann brauch ich Dich noch mehr.
Du wirst Dich nicht erinnern,
dass ich so lange bei Dir war.
Bin nur einer unter Vielen,
die Du verdirbst in jedem Jahr.
Ref. ...
Ohne Dich bin ich verloren,
denn Du wartest einfach bloß
und ich weiß, ganz ungeschoren
komm ich nie mehr von Dir los.
Lass mich einfach gehn, Maria,
lass mich einfach gehn.
Lass mich einfach gehn, Maria,
lass mich einfach gehn.
...
Stefan Hiss
Wir ritten, wir schwammen und krochen
und schleppten uns mit letzter Kraft
durch so viele Tage und Wochen.
Nicht alle haben es geschafft.
Die Wüste hat uns geröstet
der Fluss hat uns beinah ertränkt,
weit und breit nichts, das uns tröstet,
kein Lächeln, das man uns schenkt.
Ref.:
Weit ist der Weg und karg ist der Lohn
und die Geier warten schon.
Sie haben uns niemals verziehen
und wir haben teuer bezahlt.
Es blieb uns nichts als zu fliehen
vor Hunger, vor Not und Gewalt.
Stürme haben uns geschunden,
die Sonne hat uns gebleicht,
trotz aller Schmerzen und Wunden
haben wir die Grenze erreicht.
Ref. ...
Wir kamen so weit wie nur möglich
und doch nie ganz ans Ziel.
Die Vielen haben so wenig
und die Wenigen haben hier so viel.
Michael Roth
Der Wagen ist immer beladen,
die Koffer sind immer gepackt,
wir stelln nicht viele Fragen
doch wir sind immer noch gefragt.
Die Straße bleibt unser Zuhause,
die Jahre vergingen im Flug,
der Arzt sagt: "Mach mal Pause."
doch die Bank sagt 's is noch nicht genug.
Wir sind überall daheim,
auf Autobahnen und Feldwegen,
wir sind überall daheim,
bei Schnee und Eis und Dauerregen.
Laster, Leid und Lüge
ham wir alles verdaut.
Was bleibt, ist die Liebe,
die unsre Kräfte raubt.
Manchmal sind wir müde
doch meistens sind wirs nicht,
wir kennen 1000 Lieder
und das Ende ist nicht in Sicht.
Wir sind überall daheim,
in Kneipen und in Tanzlokalen,
wir sind überall daheim,
in Kirchen und in Mehrzweckhallen.
Die Ersten sind gegangen
und Andre sind am Gehn,
wir bleiben auf der langen Reise
bis wir verstehn.
Wir sind überall daheim,
in Tiefgaragen und Kantinen,
wir sind überall daheim,
auf großen und auf kleinen Bühnen,
Wir sind überall daheim,
bei Festen und Beerdigungen,
wir sind überall daheim,
und das letzte Lied ist noch nicht gesungen!